Schlossgarten

Der Schlossgarten wurde im Jahr 1509 gegründet und während der Jahrhunderte erweiterte sich seine Fläche und heute umfasste ca. 64 ha. Seit seiner Gründung änderte der Schlossgarten seinen Inhalt und Gestalt. Während des 17. Jahrhunderts wurde der ehemalige Gemüse- und Obstgarten auf Barockgarten umgebaut. Im 19. Jahrhundert entstand der Landschaftspark und heute wachsen dort mehr als 200 Baumarten aus Europa, Amerika und Asien.Der Schlossgarten wurde im Jahre 1509 gegründet und im Laufe der Jahrhunderte wurde vielfach geändert. Im Jahre 1850 hatte schon 64 Hektaren und wurde im englischen Still umgebaut. 

Der älteste Teil des Schlossgartens bestand bereits im Mittelalter und in der Frührenaissance. Während Amtszeiten der Bischöfe Stanislaus Thurzo, Wilhelm Prusinovský und Stanislaus Pavlovský wurde nicht nur ein Nutzgarten gegründet, sondern auch ein Wildpark mit Hochwild sowie ein Ziergarten mit Wasserflächen und Zierbeeten.

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, während der Amtszeit Karl von Lichtenstein-Castelcorno, erlebte der Schlossgarten seine Blütezeit. Der Bischof kam in Kremsier nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und er ließ unter anderen auch zwei Gartenkomplexe errichten – sog. Lust- und Schlossgarten.

1777 wurde Olmütz zur Erzdiözese erhoben und das Domkapitel wählte Anton Theodor Colloredo-Waldsee zu erstem Erzbischof von Olmütz. Er ließ den Schlossgarten umbauen und dank ihm wurde der Schlossgarten original verändert – eine Kombination des Naturparks mit Mengen der kuriosen Bauwerke im griechischen, chinesischen, türkischen und pazifischen Stil. Die Renovierung dauerte ca. 10 Jahre (1790–1800).

Während der Amtszeit Kardinal Ferdinand Maria Chotek, im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, wurde der Schlossgarten umgebaut. Er angestellte den Architekt Anton Arche und nach seinen architektonischen Plänen ersetzte ein sentimentalischer Park durch einen romantischen, nach Ideen der deutsche Fürst Herman von Pückler. Nach seinem Tod führte alle Arbeiten seiner Nachfolger Maximilian Joseph Sommerau-Beck weiter. Im Schlosspark vermischten sich zwei Aspekten – eine romantische Beziehung zur Natur und neoklassizistische antike Bauwerke von Arche.

In zweiter Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden im Schlossgarten nur einige Gestaltungen realisiert. Gelungene waren vor allem der Umbau des Schlossportikus und der Aufbau der monumentalen Treppe, deren bis heute als zweiter Eingang in den Schlossgarten dient.