Sala terrena

Die Sala terrena befindet sich im Erdgeschoss des Gartenflügels, durch den man in den Schlossgarten gelangen kann. Während des Frühbarock entstand in Böhmen ein bedeutetes Kunstwerk, für dessen eine harmonische Synthese der architektonischen, bildhauerischen und malerischen Kunst charakteristisch ist.

Dieser Komplex besteht aus fünf Räumen, die zwischen 1686 und 1690 nach den architektonischen Plänen von G. P. Tencalla eingerichtet wurden. Weitere Arbeiten wurden von verschiedenen Künstlern durchgeführt und verschiedene italienischen Themen wurden verarbeitet.  

Die Salla terrena besteht aus drei Sälen und alle Räume sowie verbundene künstliche Grotten sind riesig verziert. Der Zentralraum ist eine Apotheose: der Bischof stieg unter der mythischen Gottheit in Olymp hinauf. Es ist eine einzigartige Verbindung von der Residenz und dem Schlossgarten. Nebenräume sind mit allegorischen Motiven der Vierjahreszeiten und Monaten (nach links befinden sich der Frühling und der Sommer, nach rechts der Herbst und der Winter) verziert.

Alle Räume und auch verbundene künstliche Grotten sind riesig verziert – reiche Stuckarbeiten, Kartuschen sowie Statuen mit mythologische Themen. Alle Kartuschen korrespondieren mit Statuen und reflektieren Themen als Zeit, Naturprozesse und Mythologie. 

Zu drei Durchgangsräumen gehören Grotten an. Im östlichen Teil wurde das Modell einer Erzgrube mit Bergleuten gestaltet. In der Mitte steht eine pyramidale Fontane, die heute schon nicht funktioniert. Die Ostgrotte hat ca. die halbe Fläche des vorangehenden Raum. Dieses Schmuckstück entspringt der Tradition der naturwissenschaftlichen Kabinette, benutzt Grotten und weis auf eine Edelsteine Förderung und auf die Münz- und Medaillenprägung in Kremsier hin.