Erzbischöfliche Residenz

Erzbischöfliche Residenz, das Schloss, bildet die Dominante einer meistbesuchten Stadt in Mähren und ist der größte Magnet für Besucher Innen der historischen Komplex. Die Architektur, Gärten und Sammlungen gehören zum wertvollsten Kulturerbe in der Tschechischen Republik und der ganze Komplex befindet sich auf der UNESCO-Liste.

Das erzbischöfliche Schloss in Kremsier gehört zu bedeuteten kultur-historischen Sehenswürdigkeiten in Mähren. Das Schloss war im Besitz der Bischöfe von Olmütz und diente als ihre Hauptresidenz. Als Dorf wird Kremsier erstmals 1110 erwähnt, als es durch den Olmützer Bischof Johannes II. erworben wurde. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde dank Bischof Bruno von Schauenburg (1245–1285) das ehemalige Dorf Kremsier zur Stadt (1261) erhoben. Zu seiner bedeutendsten Errungenschaft gehört die Gewinnung der königlichen Privilegien und konnte ein Lehensgerigt errichten. Der administrative Sitz des Lehensamtes wurde in Kremsier. Während der Amtszeit Stanislav Thurzo (1496–1554) begann auch der Wiederaufbau der Burg und entstand ein Renaissanceschloss. 

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Kremsier von schwedischer Armee unter der Leitung des Generals Torsterson völlig zerstört. Eine Katastrophe für das Schloss war eine Feuerbrunst im Jahr 1643. Erst mit dem Regierungsantritt des Bischofs Karl von Liechtenstein-Castelcorn erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Er baute die Stadt wieder auf, errichtete die bischöfliche Residenz und Lustgarten, ließ den Schlossgarten umbauen. Zu diesem Zweck errichtete das Bauamt und engagierte Stadtarchitekten.

Die jetzige Gestalt des Schlosses stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Damals wurde das Schloss im Renaissancestil von schwedischen Heeren vernichtet. Der Bischof Karl von Lichtenstein-Castelcorn wurde das Schloss nach den Projekten von Architekten Filibert Luchese und Giovanni Pietro Tencalla erbaut. Im Jahr 1752 beschädigte Feuer die ersten zwei Stöcke der barocken Residenz.

Sehr wichtig war für das Schloss in Kremsier den Reichstag zwischen Jahren 1848–1849. Im 20. Jahrhundert wurde der Schlossturm rekonstruiert (während des Zweiten Weltkrieges wurde der Schlossturm wieder vom Brand beschädigt). Erzbischöfliche Residenz, Gärten und Sammlungen, die sind unter dem Museum der Kunst Olmütz – Erzdiözese Museum in Kremsier, gehören zum wertvollsten Kulturerbe in der Tschechischen Republik und der ganze Komplex befindet sich vom Jahr 1998 auf der UNESCO-Liste.

Verschiedene Teile des Schlosses wurden in der Vergangenheit hierarchisiert – das Erdgeschoss wurde den wirtschaftlichen Räumen gewidmet, im zweiten Stock wurden repräsentative Räume, der dritte Stock präsentierte weltliche und förmliche Macht.

Das Schloss ist heute nicht nur ein einzigartiges historisches Objekt, sondern auch ein lebhaftes Zentrum mit reiche Sammlungen von Gemälden, Büchern und Musik. Diese Sammlungen haben seine Wurzeln in Aktivitäten ehemaligen Mäzene und Förderer der Künste.