Repräsentationsweg

Repräsentationssäle und Gardistka

Repräsentationssäle

Erzbischöfliche und fürstliche Interieurs

Die Repräsentationssäle, die Teil der Route mit dem Namen Repräsentationsweg sind, dienten den Olmützer Erzbischöfen zu offiziellen Audienzen. Zur Route gehören auch private Gemächer sowie der Saal, in dem im Jahr 1848 der konstituierende Reichstag der Habsburgermonarchie stattfand. Der Salon mit den Porträts des Kaiserpaares Franz Joseph I. und seiner Gemahlin Elisabeth von Bayern, genannt Sisi, erinnert an ihr Treffen mit dem russischen Zaren Alexander III. hier im Schloss.

Der Repräsentationsweg bietet Erläuterungen zur Geschichte des Schlosses, zu bedeutenden Ereignissen und Persönlichkeiten, die mit dem Schloss verbunden sind. Das erhaltene Mobiliar, die reizvollen vergoldeten Stuckarbeiten sowie die Kunstsammlungen können Sie während einer 95-minütigen Führung in Begleitung eines Guides besichtigen. Diese Route ist stets in der Hauptsaison zugänglich.

Gardistka

Wie die Mitglieder der Garde lebten

Die Ausstellung Gardistka befindet sich im sogenannten Mühlentor. Die Anfänge der erzbischöflichen Garde reichen bis in den Beginn des 13. Jahrhunderts zurück, ihre heutige Gestalt geht auf den klassizistischen Umbau in den 1830er Jahren zurück. Bestandteil der Ausstellung sind die Wohnung des Kommandanten sowie die Unterkünfte für die Mitglieder der Garde. Das Mühlentor war Teil der Stadtbefestigung. An die frühbarocke Umgestaltung erinnert ein erhaltener Fragment der Fassadenmalerei des Turms. Dieser dokumentiert die Bautätigkeit des Bischofs Karl II. von Liechtenstein–Castelcorno (Bischof 1664–1695) bei der Erneuerung Kroměřížs. Seine heutige Gestalt erhielt das Tor in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilweise nach einem Entwurf des Architekten Antonín Arche. Das Mühlentor diente zudem als Hintergrund und vorübergehende Unterkunft der erzbischöflichen Garde.

Erzbischöfliche Garde

Da dem Olmützer Bischof auch der Titel eines Fürsten zustand und er oftmals unmittelbar das Kommando über die Verteidigung Mährens innehatte, war die Garde mit Schutz- und Repräsentationsfunktion ein untrennbarer Bestandteil seines Hofes. Sie umfasste etwa 20–30 Männer. Neben zeremoniellen Aufgaben im Zusammenhang mit den Aufenthalten der (Erz-)Bischöfe im Kroměřížer Schloss unterstützten die Gardisten auch die Verstärkung der Sicherheit in der Stadt, was besonders in den Revolutionsjahren 1848/49 sowie beim Treffen des Zaren mit dem österreichischen Kaiser im Jahr 1885 deutlich wurde, als sie mit den örtlichen Scharfschützen zusammenarbeiteten. Die erzbischöfliche Garde ist ein historisches Unikat Mährens.

Dauer der Besichtigung

95 Minuten – mit Führung
Kapazität 20 Personen

Preisliste

Grundpreis
Ermäßigt
Familienkarte
Repräsentationsweg
480 Kč
320 Kč
1 280 KčTicket kaufen

Ermäßigt: Kinder bis 15 Jahre, Studierende bis 26 Jahre mit gültigem Studienausweis/ISIC, Senioren über 65 Jahre, Inhaber eines Senior-Passes, Inhaber eines Schwerbehindertenausweises (ZTP und ZTP/P) einschließlich Begleitperson (max. für zwei Personen), Kinder bis 6 Jahre frei

Familienkarte: 2 Erwachsene und 2–3 Kinder bis 15 Jahre, Inhaber eines Familienpasses

Für Gruppen über 15 Personen ist eine Reservierung erforderlich

Unser Tipp:

Zum Repräsentationsweg empfehlen wir den Kauf von Turm und Schatzkammer.